Kennst du das? Man entdeckt ein spannendes Buch, probiert was Neues aus, findet ein interessantes Computerspiel… doch zwei Wochen später ist das schon wieder passé. Das passiert mir häufig. Umso wichtiger sind mir die Dinge, die mich auch nach Monaten noch beschäftigen. In diesem Blog will ich dir drei davon vorstellen. Je ein Ding für Kopf, Hand und Herz. Das Gute daran: alle kann man auch zu Hause machen. Also nichts wie los!

Screenshot der HPMOR Webseite, mit Buch-Cover Harry Potter und die Methoden des Rationalen Denkens, oder kurz HPMOR, gehört zum Besten, was ich in den letzten zwei Jahren gelesen habe. Die Geschichte beginnt ganz einfach. Was wäre, wenn Harry Potters Stiefeltern intelligent wären? Harry hätte eine interessante Kindheit, dürfte gute Bücher lesen und käme als schlauer und neugieriger Junge nach Hogwarts. Mit diesem kleinen Tweak entwickelt sich die Geschichte schnell zu einem witzigen, tiefgründigen, genialen Stück Fan-Literatur.

Das Buch hat mich zum Nachdenken gebracht über Themen wie Leben und Tod, Strafe und Vergebung. Oft musste ich auch staunen. Ein Beispiel dazu ist eine Szene, in der Draco Malfoy sein Weltbild über den Haufen wirft. Ich verrate nicht mehr dazu, aber es ging mir nahe. Ein paar Mal war ich den Tränen nahe, zum Beispiel als Harry Potter den Patronus-Zauberspruch lernt. Doch genug verraten…

Ich empfehle HPMOR auch deshalb, weil du es gratis und legal lesen oder hören kannst. Als Hörspiel-Version in Englisch oder Text in Deutsch, englischem Original und weiteren Sprachen.

Graffitti: Ich habe eine Mandelkuh gemolken. Eine pflanzliche Ernährung hat mein Leben ziemlich umgekrempelt. Wieso ich nun vegan lebe, kannst du anderswo in diesem Blog nachlesen. Hier möchte ich nun bloss etwas von den Auswirkungen erzählen.

In den letzten drei Monaten habe ich Vieles gelernt: Ich probiere neues Essen aus, von Cashew-Käse bis zu Superschmelz-Salat. Ich werde ein vielseitigerer Koch und kann jetzt auch einschätzen, was passiert, wenn man Zutaten durch pflanzliche ersetzt oder einfach weglässt. Ich glaube, dass ich etwas glücklicher geworden bin, was vielleicht auch daran liegt, dass ich ganz viel Unterstützung von Freunden erhalten habe. Ihr seid toll! Auch das Kartoffelkombinat ist toll, das uns jede Woche mit lokalem Bio-Gemüse beliefert. Am tollsten ist meine Frau, ohne die ich das niemals durchziehen könnte. An dieser Stelle herzlichen Dank <3

Screenshot der Webseite von Giving What We Can: im Vordergrund drei hoffnungsvolle Mädchen Giving What We Can hat in den letzten zwei Jahren mein Herz bewegt. Die Idee: Giving What We Can ermutigt Leute, ein Gelöbnis abzulegen, einen Teil des Einkommens an effektive Hilfswerke zu spenden.

Unser Gelöbnis hat grosse Auswirkungen. Erst einmal bei uns, denn wir haben uns entschieden, wie wir mit unseren Finanzen umgehen wollen. Wir haben ein Budget beschlossen, das alle unsere Bedürfnisse abdeckt, vom täglichen Leben über Ferien bis zu Ersparnissen. Was wir darüber hinaus verdienen, geben wir weiter. Ich habe noch nie im Leben so viel gespendet, und gleichzeitig habe ich mich noch nie im Leben so reich gefühlt.

Dazu hat unser Gelöbnis etwas in der Welt bewirkt. Es ist ein unglaubliches Gefühl, dass es mittlerweile Hunderte von Menschen gibt, denen es besser geht wegen unserer Spenden. Ich werde ihnen nie begegnen. Dennoch gibt es zuverlässige Studien, die klar zeigen, dass ich mein Geld kaum effektiver verwenden könnte. Giving What We Can hat einen konkreten Weg aufgezeigt, wie ich mehr Gutes erreichen kann, als ich mir zuvor je gedacht hätte. Ob ich wohl endlich herausgefunden habe, wie man Glück kaufen kann?

Danke fürs Lesen! Ich hoffe, du hast Lust bekommen, in dieser Zeit etwas für Kopf, Hand und Herz zu tun: Ein gutes Buch zu lesen, neue Rezepte auszuprobieren und die Welt zu verbessern. Ich bin wahnsinnig gespannt, was deine Highlights der letzten Jahre sind? Schreibe mir eine Nachricht oder lass unten einen Kommentar da. Ich freue mich :)

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